Fundamental Modeling Concepts

Historie

Die Fundamental Modeling Concepts – kurz FMC – wurden in den 90er Jahren von Prof.-Dr. Siegfried Wendt in Zusammenarbeit mit namhaften Unternehmen wie SAP und SIEMENS entwickelt. Ziel war es, die Konzepte großer und komplexer Software-Systeme auf verständliche Weise zu modellieren und zu beschreiben.

Es ging Prof. Wendt und seinem Team nicht darum, Programmcode zu dokumentieren, wie es bei vielen formalen Sprachen wie z.B. UML üblich ist. Es ging darum, die konzeptionellen Strukturen der Informationsverarbeitung, welche Software-Architekten in ihren Köpfen haben, so in Form graphischer Pläne auf Papier zu bringen, dass auch Nicht-Techniker diese verstehen können. Eine auf technischen Zeichnungen basierende Abstimmung, wie sie zwischen Bauherren und Architekten üblich ist, sollte auch in der Softwarbranche möglich werden.

Das Ergebnis war eine Modellierungsmethode, welche von der konkreten technischen Realisierung der Informationsverarbeitung und speziellen Programmierparadigmen abstrahiert. Stattdessen konzentriert man sich bei FMC auf folgende grundlegenden Fragen:

  • Wer (welche Akteure) verarbeitet welche Information (Material)?
  • Wann (in welcher zeitichen Reihenfolge) finden welche Verarbeitungsschritte statt?
  • Wie ist die Information (das Material) strukturiert?

Als Gedankenmodell kann dabei immer die Verarbeitung der Information durch Menschen herangezogen werden, was die Modelle für jeden verständlich macht. Dass die Aufgaben in den realen Systemen nicht von Menschen, sondern durch Computer und Maschinen erledigt werden, ist für das Verstehen der Konzepte nicht von Bedeutung.

FMC macht eine natürliche Hierarchisierung möglich. So kann man z.B. durch wiederholtes „drill-down“ von der obersten Wertschöpfungskette eines Unternehmens, bis zu den einzelnen Arbeitsanweisungen für Mitarbeiter oder sogar bis zu einzelnen Abschnitten im Programmcode absteigen, ohne dabei die Symbolik zu ändern. Bis zu welchem Detaillierungsgrad man geht, wird nicht durch die Methodik bestimmt. Dies ergibt sich ausschließlich aus dem Bedarf im konkreten Projekt.

FMC hat sich in zahlreichen industriellen Einsätzen bei Unternehmen wie SAP, SIEMENS und ALCATEL bewährt. So wurde die komplette Basis des Softwaresystems R/3 der SAP in FMC modelliert. FMC wurde Grundlage der Lehre des 1998 gegründeten Hasso-Plattner-Institutes in Postdam und wurde dort weiter entwickelt.

Fundamental Modelling Concept

FMC und ARCWAY

ARCWAY hat FMC-Blockdiagramme als einfaches und sehr wirkungsvolles Kommunikationsmittel in seine Methode und in das Werkzeug ARCWAY Cockpit integriert. Dabei setzt ARCWAY FMC-Diagramme wie Landkarten sowohl auf der technischen Seite ein, z.B. um anhand von Anwendungslandkarten die IT-Landschaft eines Unternehmens zu beschreiben, als auch auf der Fachseite. Dort zeigen die Fachlandkarten das Zusammenspiel der fachlichen Aufgabenbereiche und Prozesse.

Die FMC-Landkarten werden von ARCWAY Kunden sehr geschätzt, da sie folgende Vorteile bieten:

  • Sehr einfache, intuitive Symbolik
  • Leicht zu verstehen
  • Übersichtliche Darstellungen
  • Einheitlich Symbolik und gemeinsame Sprache bei der Strukturierung der Technik, der Geschäftsprozess-Seite und der Organisation
  • Einheitlich Symbolik und gemeinsame Sprache auf Übersichtsebene und auf den Detailebenen